Nov 072017
 

In den letzten Jahren hat sich hier in Binningen das St. Martinsfest eingebürgert und ist so zu einer schönen Tradition geworden, das eine stets wachsende Anzahl begeisterter Besucher aus der Umgebung anlockt.

Im Hintergrund steht die Person des Hl. Martin, der mit 15 Jahren auf Wunsch seines Vaters in den Dienst einer römischen Reiterabteilung in Gallien eintrat. Mit 40 Jahren teilte er dem Kaiser mit, dass er aus dem Militärdienst austreten wolle:

„Bis heute habe ich dir gedient, Herr, jetzt will ich meinem Gott dienen und den Schwachen. Ich will nicht mehr länger kämpfen und töten. Hiermit gebe ich dir mein Schwert zurück.“ So berichtet es uns der Biograf Sulpicius Severus im Jahre 395 nach Chr., zwei Jahre nach dem Tod des Martins. Martin wurde im Jahr 371 in Tours gegen den Willen des dortigen Klerus, auf Drängen des Volkes, zum Bischof geweiht. Zahlreiche Legenden um seine Person sind uns überliefert. Zurückzuführen ist die berühmte Szene der Mantelteilung wohl darauf, dass Martin tatsächlich jemand war, der für seine tätige Nächstenliebe bekannt war.

In diesem Sinne kann er uns heute noch inspirieren und zum Nachdenken anregen, wo wir aufgerufen sind, etwas von unserem Überfluss mit anderen zu teilen.

Mathias Jäggi, Sozialarbeiter