Mai 022019
 

Es waren berührende Bilder am Fernsehen, als Papst Franziskus bei der Generalaudienz in Rom Greta Thunberg, die Schülerin aus Schweden, begrüsste und sie ermunterte sich weiter für das Klima einzusetzen.

Papst Franziskus hat am 18. Juni 2015 eine Enzyklika mit dem Titel «Laudato si» veröffentlicht. Darin ruft er zu fundamentalem Umdenken im Umgang mit der Schöpfung und ihren Ressourcen auf. Er weist zudem darauf hin, dass die Verminderung der Umweltverschmutzung und die Bekämpfung von Armut zusammengehören. Zitate daraus: „Es gibt Formen der Umweltverschmutzung, durch die die Menschen täglich geschädigt werden. Den Schadstoffen in der Luft ausgesetzt zu sein, erzeugt ein weites Spektrum von Wirkungen auf die Gesundheit– besonders der Ärmsten– und verursacht Millionen von vorzeitigen Todesfällen.“ „Dazu kommt die Verschmutzung, die alle schädigt, aufgrund des Verkehrswesens und durch Industrieabgase, aufgrund von Deponien, in denen Substanzen gelagert werden, die zur Versauerung von Boden und Wasser beitragen, aufgrund von Düngemitteln, Insektiziden, Fungiziden, Herbiziden und Agrotoxiden allgemein.“ Wenn ich mich von diesen Themen berühren lasse, komme ich nicht umhin mein eigenes Verhalten bezüglich Mobilität und Konsum zu überdenken: „Bin ich bereit auf Flugreisen ganz oder teilweise zu verzichten? Bin ich bereit etwas mehr Zeit und vielleicht auch Geld zu investieren, indem ich mit dem Zug reise?“ „Achte ich beim Einkaufen darauf, dass die Lebensmittel umweltschonend hergestellt werden? Kaufe ich wenn möglich lokale Produkte?“ „Verzichte ich in meinem Garten auf Unkrautvertilger?“ Solche und ähnliche Fragen kann ich mir stellen. Auch ich kann etwas zur Erhaltung der Schöpfung beitragen.

Andrea Wittwer Keller