Mai 242019
 

Am 7. Mai fand im Basler Münster ein ökumenisches Klimagebet statt. Das Datum war nicht zufällig gewählt. Gemäss WWF Schweiz hatte die Schweiz ihr Jahresbudget an nicht erneuerbaren Energien für 2019 genau an diesem Tag bereits ausgeschöpft. Pfarrer Stefan Kemmler als Leiter des Pastoralraums Basel, Münsterpfarrer Lukas Kundert und zwei jugendliche Klimastreikende sprachen zu den Anwesenden. Die Botschaft war: Es gibt keine zweite Erde und jeder einzelne kann etwas dazu beitragen, den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern und somit zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. Dazu wurden Bibelworte vorgelesen, die die Schönheit von Gottes Schöpfung priesen. Danach wurde für diese Anliegen in Fürbitten gebetet.

Am 8. Mai traf sich eine ökumenische Gruppe von Frauen und Männern, die im kirchlichen Dienst stehen zu einer Besprechung betreffend Klimagebeten. Einige davon waren von der Kirche delegiert, andere nahmen in ihrer Freizeit teil. Wir sprachen auch über unser eigenes Konsumverhalten. Bei allen Anwesenden war der Wille da, etwas zur Erhaltung der Schöpfung beizutragen. „Bin ich bereit nie mehr zu fliegen, auch wenn das bedeutet, dass ich meine Freunde in Kalifornien dann nicht mehr besuchen kann?“ Eine reformierte Pfarrerin meinte dann, dass dieser Prozess auch als Trauerprozess verstanden werden kann. Etwas loszulassen, was man früher gekannt habe, sei ja nicht so einfach. Mich hat dieser Teil des persönlichen Austausches sehr berührt.

Das nächste Klimagebet findet am Freitag, den 24. Mai um 9.45 in der Theodorskirche am Wettsteinplatz in Basel statt. Von katholischer Seite wird das Gebet von Johannes Schleicher, Christine Wittkowski und Sylvia Laumen gestaltet, von reformierter Seite von Nadja Müller und Luca Roth. Um 10.45 findet dann die Klimademo statt.

Andrea Wittwer Keller