Nov 302018
 

es kommt der Herr der Herrlichkeit… Komm oh mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.“ (Adventslied von Georg Weissel, 1642) Wie oft schon habe ich dieses Lied gesungen in der Kirche, in der Jugendgruppe, mit älteren Menschen und mit meinen Kindern. Immer hat mich dieses Lied angesprochen.

Dieses Lied beinhaltet eine Aufforderung an mich, an uns alle: die Türe unseres Herzens zu öffnen für den Herrn der Herrlichkeit. Der Heiland Jesu Christ soll ins Herz einziehen können. Da stellt sich unweigerlich die Frage: was ist alles sonst so in meinem Herzen drin. Herrscht grundsätzlich freudige Erwartung, weil jetzt die Adventszeit anbricht in der ich mich auf das Kommen von Jesus Christus vorbereite oder ist mein Herz voller Gedanken was ich alles noch zu erledigen habe, um Sorgen was die politische, soziale und ökologische Situation unserer Erde betrifft oder um Sorgen die das tägliche Leben betreffen? Der Autor des Liedes, welcher Pfarrer im damaligen Ostpreussen war, schrieb dieses Lied in der unruhigen Zeit des dreissigjährigen Krieges. Dieser Umstand darf uns ermutigen inmitten aller ungelösten Fragen in unserem Herzen Platz zu machen für die Liebe von Jesus Christus, die Freude bringt, tröstet und auch Orientierung schenkt. Aus dieser Liebe soll mein Denken und Handeln geprägt sein. Wenn es mir gelingt, diese Liebe im Herzen lebendig zu halten ist es einfacher all die Dinge im Alltag zu erledigen, die ich zu erledigen habe. Aus dieser Liebe darf und soll ich mich auch engagieren für meine Mitmenschen. Da ist schon ein Lächeln und ein freundliches Wort ein Zeichen und wenn ich Zeit und Kraft habe darf es auch ein wenig mehr sein. Andrea Wittwer-Keller